Die Quintessenz
Die Monatszeitschrift für die gesamte Zahnmedizin
Erscheinungsdatum:
2009
Jahr: 2009
Ausgabe: 9
Beiträge:
Zahnersatz und WahlkampfSeite: 997 - 997
Wann sollen Zähne ersetzt werden?
Die schwierige Vorhersagbarkeit der lokalen, regionalen, systemischen, psychischen und sozialen Folgen von Zahnverlust erschwert die differenzialtherapeutische Entscheidung für oder gegen eine prothetische Intervention. Wie bei jedem medizinischen Eingriff kommt der Abwägung von Nutzen und Risiken ein hoher Stellenwert zu. Moderne Kriterien, nach denen der Nutzen einer prothetischen Versorgung bewertet wird, sind der zu erwartende Gewinn an körperlicher Gesundheit und Lebensqualität sowie das subjektive Empfinden des Betroffenen. Bei der Bewertung des körperlichen Gesundheitsgewinns stehen die sekundär-präventive Wirkung und die Verbesserung der Funktion im Vordergrund. Die Indikation zum prothetischen Ersatz ist immer relativ. Je unsicherer der durch eine prothetische Versorgung zu erwartende gesundheitliche Nutzen ist, desto größer wird das Gewicht der mit der potenziellen prothetischen Intervention verbundenen Risiken und des subjektiven Bedarfs. Ein Verzicht auf prothetische Therapie oder eine begrenzte prothetische Behandlung kommen vor allem bei einzelnen fehlenden Seitenzähnen und bei verkürzten Zahnreihen in Betracht, da sich in vielen Fällen ein neuer, stabiler Gleichgewichtszustand einstellt und der subjektive Bedarf oft gering ist.
Seite: 1001 - 1008Klinisch relevante Aspekte der temporären Versorgung präparierter Zähne
Die temporäre Versorgung präparierter Zähne hat im Rahmen prothetischer Behandlungen einen hohen Stellenwert, nicht zuletzt weil sie maßgeblichen Einfluss auf den Therapieerfolg nimmt. Die Anforderungen, die an eine Interimsversorgung zu stellen sind, unterscheiden sich dabei abgesehen von der Tragedauer nicht von denen an eine definitive Rekonstruktion. Entscheidend für die Qualität der temporären Restauration, die nach erforderlichen präprothetischen Therapiemaßnahmen unter Umständen Wochen oder Monate ihre Funktion erfüllen muss (z. B. im Rahmen der exspektativen Diagnostik), sind zum einen die Materialeigenschaften des verwendeten Werkstoffes und zum anderen dessen korrekte Verarbeitung. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Anforderungen und Herstellmethoden temporärer Restaurationen sowie die Eigenschaften temporärer Kronen- und Brückenwerkstoffe. Er soll wichtige Hinweise auf klinisch relevante Materialeigenschaften vermitteln und eine indikationsbezogene Auswahl des Herstellverfahrens sowie des temporären Kronen- und Brückenwerkstoffes erleichtern.
Seite: 1011 - 1020Grundprinzipien für die Planung von abnehmbarem Zahnersatz
Mit abnehmbarem Zahnersatz sollen verloren gegangene und fehlende Zähne ersetzt werden. Entsprechend der Anzahl der verloren gegangenen Zähne unterscheidet man Teilprothesen von Totalprothesen. In dem Beitrag werden die Grundprinzipien für die Planung von Teilprothesen oder Einstückgussprothesen (engl. RPD = removable partial denture) näher betrachtet.
Seite: 1023 - 1030Totalprothesenhalt - Verbesserung durch Nutzung aller Haltefaktoren?
Trotz der Etablierung implantologischer Therapiekonzepte besteht bei vielen zahnlosen Patienten auch heute immer noch ein Bedarf nach totalprothetischen Versorgungen. Diese weisen jedoch häufig, gerade bei fortgeschrittener Resorption des Alveolarkamms, einen mangelnden Prothesenhalt auf. Der Beitrag beschreibt, wie der Halt von Totalprothesen unter optimaler Nutzung der physikalischen und physiologischen Kräfte sowie unter Berücksichtigung okklusaler Faktoren verbessert werden kann.
Seite: 1033 - 1042Die implantologische Grundversorgung in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Die zahnärztlich-implantologische Versorgung hat in den letzten beiden Jahrzehnten einen tief greifenden Wandel erfahren. In dem Beitrag wird dargestellt, welche Implantatbehandlungen als implantologische Basisversorgung in der allgemeinzahnärztlichen Praxis des implantologisch fortgebildeten Zahnarztes durchgeführt werden können und welche eher in Zusammenarbeit mit einem implantologischen Spezialisten organisiert werden sollten.
Seite: 1045 - 1052Strategische Pfeilervermehrung mit Implantaten unter vorhandenen Doppelkronenprothesen
Der Beitrag beschreibt die Pfeilervermehrung mit Implantaten im stark reduzierten Lückengebiss unter Erhalt einer vorhandenen Doppelkronenprothese. Die an strategisch wichtigen Positionen platzierten Implantate werden nach ihrer Einheilung mit Kugelkopfattachments versorgt und die Matrizen in die vorhandene Prothese integriert. Dadurch lassen sich die Langzeitprognose der Pfeilerzähne und die Prothesenstabilität verbessern. Erste Erfahrungen mit diesem Therapiekonzept sind vielversprechend.
Seite: 1053 - 1059Nachsorge bei herausnehmbarem Zahnersatz
Nach der Eingliederung von herausnehmbarem Zahnersatz wird zur Gesunderhaltung des Kauorgans ein Nachsorgeintervall von 3 Monaten empfohlen. Im Rahmen der Nachsorgetermine sollte neben der Erhebung der parodontalen, dentalen, okklusalen und schleimhautbezogenen Parameter auch ein kurzer Funktionsbefund durchgeführt werden. Die Kontrolle des Zahnersatzes erfolgt hinsichtlich Kongruenz, Attachments, Verarbeitung und Sauberkeit. Festgestellte Hygienedefizite müssen immer eine Remotivation des Patienten mit einer entsprechend kurzfristigen Überprüfung der gemeinsam getroffenen Zielvereinbarungen zur Folge haben. Bei allem Bemühen seitens des zahnärztlichen Teams spielt es eine entscheidende Rolle, dass der Patient bereit und in der Lage ist, allen Unterweisungen zu folgen und die Praxis regelmäßig aufsuchen.
Seite: 1061 - 1070Die dentale Trickkiste
Problem: Bruchreparatur/Die erprobte Lösung: Bruchreparatur mit Glasfaserverstärkung
Seite: 1073 - 1077Die dentale Trickkiste
Problem: Kosten für zahnmedizinische Versorgungen/Die erprobte Lösung: Zahnzusatzversicherung
Seite: 1079 - 1080Bedarfsgerechte restaurativ-prothetische Versorgung mit Eigenbeteiligung der Patienten
Die objektive Aufklärung unserer Patienten über moderne, nicht immer mit den entsprechenden Richtlinien der Erstattungsstellen konforme Behandlungsverfahren ist eine zahnärztliche Pflicht. Darüber hinausgehend kann aber eine profitorientierte Beratung die ärztliche Fürsorgepflicht verletzen. Hier den richtigen Weg zu finden ist nicht immer ganz einfach - jede Praxis muss entsprechend ihren Möglichkeiten ein individuelles Konzept entwickeln. Dazu soll der Beitrag eine Hilfestellung anbieten.
Seite: 1081 - 1087Dental Explorer 3D - Patientenberatung in einer neuen Dimension
Das Multimedia-Programm Dental Explorer 3D ist eine neue Art der visualisierten Patientenberatung für den Zahnarzt. Mit Hilfe des Programms lassen sich der individuelle Patientenbefund und nahezu alle prothetischen, implantologischen und restaurativen Versorgungsarten sowohl zwei- als auch dreidimensional präsentieren. Der Beitrag stellt die Entwicklung, den Leistungsumfang und die Anwendungsmöglichkeiten dieser innovativen Beratungssoftware vor.
Seite: 1089 - 1096Auswirkungen des Festzuschusssystems bei Zahnersatz in der gesetzlichen Krankenversicherung
Die Tauglichkeit des Festzuschusssystems ist 4 Jahre nach der Einführung empirisch belegt. Das System ist politisch akzeptiert und von Versicherten, Zahnärzten und Krankenkassen angenommen. Als dynamisches System erfährt es kontinuierliche Anpassungen. Im Versorgungsmarkt für Zahnersatz haben die Festzuschüsse stimulierend auf den Wettbewerb gewirkt, der sich um die Faktoren Preis und Qualität entfaltet. Eine wachsende Vielfalt an teilweise auch kritisch zu sehenden Versorgungsangeboten hat sich herauskristallisiert. Damit ist der Bedarf der Patienten an qualifizierter Information und Entscheidungshilfe größer geworden. Neutrale und fachlich fundierte Beratungsangebote tun not.
Seite: 1097 - 1101Differenzialdiagnostik von Mundschleimhauterkrankungen
Seite: 1103 - 1103
Interpretation von Röntgenbildern
Seite: 1105 - 1106
Abrechnung
Seite: 1109 - 1110
Rechtsfragen
Seite: 1111 - 1112
Das aktuelle Urteil
Seite: 1113 - 1115
Steuerrecht
Seite: 1117 - 1118
