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Der Quintessenz Verlag

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Die Quintessenz

Die Monatszeitschrift für die gesamte Zahnmedizin

Erscheinungsdatum: 2010
Jahr: 2010
Ausgabe: 1

Beiträge:

Einer neuen Wahrheit ist nichts schädlicher als ein alter Irrtum
Seite: 3 - 3
Kategorien / Schlagwörter: Beitrag, Deutsch


Zahnreplantation – bei trocken gelagerten Zähnen?

Avulsierte und trocken gelagerte Zähne stellen ein Problem bei der Entscheidungsfindung dar, ob replantiert werden kann oder nicht. Im Allgemeinen ist die Prognose dieser Zähne ungünstig. Durch eine zusätzliche Behandlung der Wurzeloberfläche mit Natriumfluoridlösung und extraoraler Wurzelkanalfüllung kann die Überlebenszeit solcher Zähne verlängert werden. Es werden beispielhaft vier Patientenfälle mit sieben avulsierten Zähnen vorgestellt. Die Zähne waren jeweils länger als 1 Stunde trocken außerhalb des Mundes aufbewahrt worden.

Seite: 9 - 14


Der orale Lichen planus

Der orale Lichen planus (OLP) ist eine häufige, chronisch verlaufende Mukodermatose, deren Ätiologie nicht bekannt ist. Effloreszenzen können auf der Haut, der oralen Mukosa und im Genitalbereich auftreten. In der Mundhöhle führen sie zu asymptomatischen oder symptomatischen Schleimhautveränderungen. Im ersten Teil der zweiteiligen Übersichtsarbeit wird besonders auf die Klinik der Haut- und Schleimhauteffloreszenzen beim Lichen planus eingegangen.

Seite: 15 - 20


Differenzialdiagnostik von Mundschleimhauterkrankungen
Seite: 21 - 21
Autoren: Bengel, Wolfgang
Kategorien / Schlagwörter: Beitrag, Deutsch


Kontaktpunktüberwindung in der modernen Kofferdamtechnik

Die weltweit standardisierte Einwegabdeckung und Isolation des Operationsfeldes in der Medizin ist ein anzustrebendes Vorbild für die moderne Isolation in der Zahnmedizin. Der Beitrag beschreibt neue Techniken der Kontaktpunktüberwindung und stellt das Isolationskonzept mit OptraDam Plus dem konventionellen Kofferdam gegenüber. Die Praxiserfahrung zeigt, dass der schwierigste Schritt bei der Kofferdamanwendung die Kontaktpunktüberwindung darstellt. Aufgrund der unterschiedlichen Anatomie, Erreichbarkeit und Separierbarkeit der Zähne wird die Isolierung der Front- und Seitenzähne mit getrennten Techniken vorgenommen. Die Kontaktpunktüberwindung bei den leicht erreichbaren Frontzähnen erfolgt manuell mit der so genannten Überdehnung und die Überwindung der starken Kontaktpunkte im Seitenzahnbereich mit der „Double-Wedge-Technik“. Beide Isolationstechniken werden von nur einer Person durchgeführt und passen besser zu dem vorgestellten neuen Isolationskonzept, weil das Abdeckmittel gegenüber dem konventionellen Kofferdam eine entgegengesetzte, apikale Zugrichtung hat.

Seite: 23 - 33


Die Befestigung faserverstärkter Wurzelkanalstifte

Das Ziel der adhäsiven Befestigung faserverstärkter Stifte im Wurzelkanal ist eine funktionelle Einheit aus Wurzelkanalstift, Befestigungsmaterial und Wurzelkanaldentin. Hierbei sollte sowohl der Verbund zwischen Stiftoberfläche und Befestigungsmaterial als auch der Verbund zwischen Befestigungsmaterial und Wurzelkanaldentin berücksichtigt werden. Insgesamt betrachtet erscheint nicht die Wahl des Befestigungssystems, sondern eher die korrekte Anwendung sowie die Abstimmung aller Komponenten aufeinander von entscheidender Bedeutung für die Haftung im Kanal und somit den Behandlungserfolg zu sein. Darüber hinaus sollte die verbliebene gesunde Zahnhartsubstanz durch adhäsive und/oder mechanische Maßnahmen wie eine Höckerstabilisierung und die Präparation eines 2 mm starken „ferrule design“ bei einer Kronenversorgung maximal geschont sowie stabilisiert werden. Die Ergebnisse klinischer Studien über die Verwendung von faserverstärkten Wurzelkanalstiften zeigen bislang vielversprechende Ergebnisse; jedoch muss beachtet werden, dass die Beobachtungsdauer der meisten Studien nur einen kurzen Zeitraum umfasst.

Seite: 35 - 45


Rezension
Seite: 46 - 46
Autoren: Dammaschke, Till
Kategorien / Schlagwörter: Beitrag, Deutsch


Verblendfreie CAD/CAM-gefertigte Zirkoniumdioxidrestaurationen

Die prothetische Rehabilitation von Patienten mit ausgeprägter Destruktion der Zahnhartsubstanz ist eine komplexe restaurative Herausforderung. Bei der Therapieplanung steht die funktionelle Stabilität der Restaurationen im Vordergrund, zunehmend aber auch der Wunsch des Patienten nach einer ästhetischen Versorgung. Der Einsatz von CAD/CAM-Technologien zur Verarbeitung von Oxidkeramiken bietet eine mögliche therapeutische Alternative zur Verwendung konventioneller und etablierter Metalllegierungen. Mittels moderner Frässysteme lassen sich okklusionstragende, biofunktionell gestaltete Seitenzahnrestaurationen aus einer unverblendeten Monokeramik fertigen. Somit kann bioverträglicher, hoch stabiler und im Vergleich zu konventionellen metallischen Restaurationen ästhetisch verbesserter Zahnersatz angefertigt werden. Der Fallbericht beschreibt den experimentellen Einsatz dieser neuartigen, CAD/CAM-gefertigten Restaurationen bei der komplexen Rehabilitation einer durch Bruxismus abradierten Dentition.

Seite: 47 - 59


Schall- und Ultraschallscaler in der Parodontitistherapie

Schall- und Ultraschallscaler haben sich als Instrumente zur Biofilmentfernung in der Parodontitistherapie fest etabliert. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen für das maschinelle Instrumentieren gegenüber der Anwendung von Scalern und Küretten gleichwertige Therapieergebnisse bei höherer Zeiteffizienz und gesteigerter Patientenakzeptanz. Dem stehen möglicherweise höhere Investitions- und Wartungskosten bei hygienegerechter Anwendung oszillierender Instrumente gegenüber. Voraussetzung für den effizienten wie auch sicheren Einsatz der maschinellen Instrumentierung sind in jedem Fall genaue Kenntnisse über die Wirkungsweise und Anwendung dieser sich von der Handinstrumentierung unterscheidenden Scalingtechnik.

Seite: 61 - 72


Wird das Gesicht beim Lächeln symmetrischer?

Ein ästhetisches Erscheinungsbild des Gesichts wird in der Kieferorthopädie neben einer ausgewogenen skelettalen Morphologie maßgeblich vom Weichgewebe bestimmt. Die Schwierigkeit einer Weichgewebsanalyse ist u. a. auf das Spiel der mimischen Muskeln zurückzuführen, welches bei allen Diagnose- und Prognoseverfahren zur Gewährleistung der ästhetischen Gesamtwirkung besonders berücksichtigt werden muss. Diesbezüglich nimmt das Lächeln eine Sonderstellung ein, weil es dabei zu einer Entblößung der Zähne kommt und diese somit auch die Attraktivität des Lächelns mitbestimmen. Deshalb sollte mittels einer dreidimensionalen Gesichtsvermessung untersucht werden, ob Gesichter im En-face-Bild beim Lächeln symmetrischer werden. Hierfür wurden 42 gesunde Erwachsene im Alter zwischen 24 und 51 Jahren anhand zuvor bestimmter ästhetischer Gesichtswinkel hinsichtlich ihrer Symmetrie untersucht. Das Ergebnis ist nicht eindeutig: Die Gesichter werden beim Lächeln weder symmetrischer noch asymmetrischer. Die Veränderung der Winkel beim Lächeln nähert sich vielmehr einer Gauߒschen Normalverteilung an. Dennoch ist nicht zu vernachlässigen, dass morphologische Veränderungen des Gesichts, sei es beim Lächeln oder bei anderen Veränderungen, mit Hilfe einer dreidimensionalen Gesichtsvermessung gut quantifizierbar und vergleichbar sind.

Seite: 73 - 84


Rechtliche Aspekte der Weitergabe und Sicherung von Röntgenaufnahmen

Der digitale Bilddatenversand ist eine Notwendigkeit in der modernen Zahnarztpraxis. Da Röntgenaufnahmen, Arztbriefe etc. jedoch Dokumente darstellen, die der Schweigepflicht unterliegen, muss deren Transfer bestimmte Bedingungen erfüllen. Der postalische Versand bietet einen suffizienten Datenschutz, ist allerdings mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung verbunden. Im Hinblick auf den elektronischen Weg sind neben der Anonymisierung von Bilddaten und deren Versand per E-Mail langfristig VPN-Verbindungen für den Datentransfer zu präferieren, da sie einen ausreichenden Datenschutz und eine zuverlässige Authentifizierung gewährleisten. Die Einrichtung entsprechender Hardware ist kostengünstig, und diese lässt sich meistens auch problemlos in bestehende Praxisnetzwerke integrieren. Des Weiteren erfordert die Anwendung keine zeitraubende Einarbeitung. Die Mitarbeiter sind über die juristische Problematik des Bilddatenversandes zwingend zu informieren, um möglichen rechtlichen Konsequenzen aus dem Wege zu gehen.

Seite: 85 - 90
Autoren: Schulze, Dirk
Kategorien / Schlagwörter: Beitrag, Deutsch, Bilddatenversand, E-Mail, FTP, Röntgenverordnung, VPN


Interpretation von Röntgenbildern
Seite: 91 - 91
Autoren: Schulze, Dirk
Kategorien / Schlagwörter: Beitrag, Deutsch


Grundlegende Techniken der Fotografie und Bildbearbeitung

Die zahnärztliche Fotografie spielt sich in einem professionellen Umfeld ab. Daher sind Werkzeuge erforderlich, die diesen Ansprüchen gerecht werden. Sucherkameras erfüllen solche Ansprüche nur zum Teil. Benötigt werden Kamerasysteme, die verlässlich und vorhersagbar qualitativ gute Aufnahmen liefern. Diese Forderung erfüllen momentan nur Spiegelreflex-Systeme (SLR = Single Lens Reflex). Der Beitrag beschreibt die Komponenten eines dentalen Fotosystems, wobei die Aspekte Kameragehäuse, Objektiv und Elektronenblitz im Vordergrund stehen.

Seite: 93 - 98
Autoren: Bengel, Wolfgang


Die sichere temporäre Befestigung von Provisorien bei vollkeramischen Teilkronen mit geringer Retention

Problem: Befestigung von Provisorien bei vollkeramischen Teilkronen mit geringer Retention/Die erprobte Lösung: Sichere temporäre Befestigung von Teilkronenprovisorien

Seite: 99 - 109
Autoren: Hajtó, Jan


Infektionsrisiko durch Übertragungsinstrumente in der Zahnarztpraxis

In der Zahnarztpraxis gebräuchliche Hand- und Winkelstücke sind Medizinprodukte. Das Medizinproduktegesetz fordert vor erneuter Anwendung am Patienten eine rückstandsfreie Aufbereitung. Diese ist mit geeigneten validierten Verfahren durchzuführen, um die Sicherheit und Gesundheit von Patienten und Anwendern nicht zu gefährden. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt eine maschinelle thermische Aufbereitung der Hand- und Winkelstücke, um sowohl eine innere als auch eine äußere Reinigung und Desinfektion zu erzielen. In der Praxis findet zwischen den einzelnen Benutzungen jedoch häufig nur eine äußere Reinigung und Desinfektion statt. Als Marker für eine Kontamination und somit ein Infektionsrisiko wurde die Proteinbelastung der Instrumente definiert. In Laborversuchen wurde in einem ersten Schritt mit einem Aerosolgenerator die innere Anschmutzung von Hand- und Winkelstücken sowie Turbinen unter definierten Betriebsparametern untersucht. Mit der Häufigkeit des An- und Ausschaltens erhöht sich die innere Proteinbelastung. Die Anschmutzung entsteht offenbar als Folge des Soges, der durch das Ausschalten des Instrumentes erzeugt wird. Aufgrund der Resultate der Labortests interessierte die tatsächliche Proteinbelastung von Hand- und Winkelstücken nach einmaliger und mehrmaliger Nutzung am Patienten. Die Instrumente wurden zerlegt und zur Ermittlung der Proteinbelastung eluiert. Die Messung der Proteinkonzentration erfolgte im Eluat der Instrumententeile. Hierbei konnte festgestellt werden, dass insbesondere die inneren Bestandteile der Instrumente eine hohe Proteinbelastung aufwiesen. Nach der gleichen Methode wurde auch die Proteinbelastung in Hand- und Winkelstücken aus verschiedenen Zahnarztpraxen analysiert. In diesen Testreihen konnten ebenfalls teilweise hohe Belastungen nachgewiesen werden.

Seite: 103 - 112


Abrechnung
Seite: 113 - 115
Autoren: Bohlken, Thomas
Kategorien / Schlagwörter: Beitrag, Deutsch


Rechtsfragen
Seite: 116 - 116
Kategorien / Schlagwörter: Beitrag, Deutsch


Steuerrecht
Seite: 117 - 118
Autoren: Wissing, Peter
Kategorien / Schlagwörter: Beitrag, Deutsch


 

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